Ein Verein für die Forschungswohnung KogniHome

Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Diakonie setzen Projekt fort

Sieben Partner haben sich zusammengefunden und führen die Arbeit des Innovationsclusters „KogniHome“ fort. Das Forschungsprojekt hat seit 2014 eine mitdenkende Wohnung entwickelt. Sie ermöglicht Menschen mit kognitiven Einschränkungen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte das auf drei Jahre angelegte Projekt mit acht Millionen Euro. Die Finanzierung läuft zum Jahresende aus. Deshalb haben sich jetzt die sieben Partner aus Diakonie, Wirtschaft und Wissenschaft verpflichtet, den Fortbestand des Projekts zu sichern. Dazu haben sie den Verein „KogniHome – Technikunterstütztes Wohnen für Menschen e.V.“ gegründet.

In Bethel unterzeichneten die sieben Gründungsmitglieder die Satzung des Vereins „KogniHome“: (v. l., vorne) Ralf Müterthies (Hettich, 3. Vereinsvorstand), Prof. Dr. Ingmar Steinhart (v. Bodelschwingsche Stiftungen Bethel, 1. Vereinsvorstand), und Dr.Thorsten Jungeblut (Universität Bielefeld, 2. Vereinsvorstand), sowie (v.l., hinten) Torsten Born (Steinel), Dr. Barthold Haase (Stiftung Eben-Ezer), Andreas Enslin (Miele) und Dr. Michael Schilling (Hella). Foto: Reinhard Elbracht Zu den Gründungsmitgliedern zählen die Firmen Hettich, Hella und Miele sowie die Universität Bielefeld und die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel – alle Partner arbeiteten auch schon im Vorgängerprojekt zusammen. Neu dabei sind die in Lemgo ansässige Stiftung Eben-Ezer und die auf Sensor-Technik spezialisierte Firma Steinel.

„Für uns ist das eine Riesenchance“, sagt Torsten Born, Leiter der Produktentwicklung bei Steinel. Vier Fördermitglieder begleiten das Projekt, unter anderem die Fachhochschule Bielefeld. Maßgeblich geht es dem Verein um den Erhalt und die Nutzung der „Forschungswohnung“ in Bethel, einem visionären und gleichzeitig an den Anforderungen des Alltags ausgerichtetem Laboratorium für mitdenkendes Wohnen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Wohnung dank des Vereins auch weiterhin bestehen bleibt und KogniHome so für neue Ideen und Inspiration sorgen kann“, sagt Dr. Thorsten Jungeblut, der den Innovationscluster koordiniert hat.

Der Innovationscluster KogniHome hatte zwischen Januar und Juni 2016 am „Betheleck“ an der Gadderbaumer Straße eine gewöhnliche Wohnung mit vernetzter, mitdenkender Technik ausgestattet, die in der Lebenswelt der Bewohner größtenteils unsichtbar ist. Dieses Zuhause der Zukunft bietet vor allem Menschen mit Behinderungen oder Seniorinnen und Senioren Möglichkeiten eines weitestgehend selbstständigen Lebens, unterstützt von assistiven Technologien. Der weitere Betrieb der Forschungswohnung ist mit der Vereinsgründung sichergestellt.

„Aber wir wollen nicht nur erhalten, sondern auch innovativ weiterentwickeln“, sagt Bethel-Vorstand Professor Dr. Ingmar Steinhart. Besonders der Praxisbezug der intelligenten Technologien soll weiter ausgebaut werden. Ein weiterer Schwerpunkt sind ethische und rechtliche Fragen, die das digital unterstützte Wohnen aufwirft.

Weitere Informationen:

  • KogniHome ist ausgezeichneter Ort im Land der Ideen: https://cit-ec.de/de/news/kognihome-ist-ausgezeichneter-ort-im-land-der-ideen
  • Seite des Innovationsclusters KogniHome: https://www.kogni-home.de/
  • Broschüre zu KogniHome: http://bit.ly/2sxC8t6
  • Broschüre zu ethischen und weiteren Aspekten bei KogniHome: http://bit.ly/2sxQAkS
  • Film zur Forschungswohnung in Bethel: („KogniHome - Geburtstag in der mitdenkenden Wohnung“): https://youtu.be/aisagMB01GA
  • Film zum Konsortium des Innovationsclusters („14 Partner - Eine Wohnung“): https://youtu.be/_AD7J0Cdv-4

Kontakt:

Dr. Thorsten Jungeblut, Universität Bielefeld
Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC)
Telefon: 0521 106 12031
E-Mail: tj@cit-ec.uni-bielefeld.de