CITEC erneut unter Top Drei der weltbesten Roboter

Das Team of Bielefeld (TOBi) holt den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Japan

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld ergatterten bei einem Kopf an Kopf Rennen den dritten Platz bei der Robocup-Weltmeisterschaft. Bereits zum 21. Mal trafen sich die Teams aus der ganzen Welt in Nagoya, Japan. Der Erfolg ist besonders beeindruckend, da das Team in diesem Jahr ausschließlich aus Studierenden bestand. Sie traten in der Haushaltsliga @Home gegen 14 andere Teams an.

Geleitet wurde das Team of Bielefeld von Johannes Kummert, Luca Lach, Dominik Sixt, Florian Lier und Sven Wachsmuth. Die Mitglieder waren 2017: Sebastian Müller, Thilo Reinold, Bjarte Feldmann, Felix Friese, Kai Konen, Sarah Schröder, Lukas Hindemith und Robert Feldhans. Foto: CITEC/Universität Bielefeld Team-Leiter Privatdozent Dr. Sven Wachsmuth war sehr begeistert von der Leistung des Studierenden-Teams, wenngleich die Bielefelder den Weltmeister-Titel nicht verteidigen konnten. 2017 leiteten das Team neben Doktorand Florian Lier die drei Master- und Bachelor-Studenten Johannes Kummert, Luca Lach und Dominik Sixt. „Wir waren in allen Teilaufgaben des Wettbewerbs ganz vorne mit dabei“, sagt Luca Lach. „Das zeigt, wie breit wir am CITEC aufgestellt sind. Es ist in den letzten drei Jahren immer ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Top-Teams aus Koblenz, Eindhoven und Bielefeld. Was kann es Besseres für die Spannung in einem Wettbewerb geben?“

Die größte Herausforderung bestand für das ToBi-Team darin, sich gleich auf zwei Wettbewerbe in der @Home-Liga vorbereiten zu müssen. Neben der offenen Plattform-Liga (OPL) gibt es neuerdings zwei verschiedene Standard-Plattform-Ligen, in denen alle Teams die gleiche kommerzielle Roboterplattform verwenden. Das Team aus Bielefeld war in der OPL mit der Weltmeister-Plattform vom letzten Jahr angetreten. Über den Winter wurde ein neues Studierenden-Team trainiert, das in Nagoya unter die besten Drei kam. Nach der ersten und zweiten Runde von Roboter-Tests hat das Team sogar noch auf dem zweiten Platz gelegen. Da das dritte Team jedoch praktisch gleich auf lag, wurde von der Liga-Leitung entschieden, das Finale von 2 auf 3 Teams zu erweitern. Pech für ToBi, trotz einer überzeugenden Final-Demonstration wertete die Jury die Performance der anderen zwei Final-Teams einen Tick besser – Platz 1 für das Team homer aus Koblenz, Platz 2 für das Team TechUnited aus Eindhoven, Platz 3 für ToBi.

In der neuen Standard-Plattform-Liga für soziale Roboter SSPL hatten die meisten Teams zunächst viele technische Probleme mit dem humanoiden Roboter Pepper. Aufgrund von Lieferzeiten war schon die Vorbereitungszeit Mit Pepper hoffen Johannes Kummert und sein Team im nächsten Jahr erfolgreich zu sein. Der Haushaltsroboter ToBi (Mitte) ist dieses Jahr wieder unter den Top 3. Foto: CITEC/Universität Bielefeld auf gerade mal zweieinhalb Monate geschrumpft. Vorort mussten viele Probleme gelöst werden, um eine stabile WLAN-Verbindung zu erreichen, weil der Roboter für die zu lösenden Aufgaben keine ausreichenden Rechenressourcen an Bord hat. Deshalb war das ToBi@Pepper-Team froh, dass der Pepper am Ende überhaupt noch einige Teilaufgaben erfolgreich lösen konnte. Dass der Roboter trotzdem für den Wettbewerb geeignet ist, zeigte das Team AUPAIR aus Südkorea, das mit großem Abstand den Wettbewerb gewonnen hat. Hier wird es beim nächsten RoboCup in Montreal spannend, ob andere Teams und vor allem das des CITECs nachziehen können. „Beim Pepper haben wir extrem wichtige Erfahrungen gesammelt und einige Schlüsselprobleme, wie zum Beispiel die Navigationsfähigkeit in komplexen Situationen, lösen können“, sagt Florian Lier „Mit etwas mehr Vorbereitungszeit können wir in Montreal ganz vorne dabei sein.“

Vor 20 Jahren fand der erste RoboCup in Nagoya, Japan, statt. Während damals um die 30 Forschende zusammen kamen, um in einem etwas größeren Saal zum ersten Mal Roboter-Teams gegeneinander Fußball spielen zu lassen, wurden diesmal in Nagoya mehrere riesige Messehallen gemietet, in denen mehr als 3.000 Schülerinnen und Schüler, Studierende und Forschende in rund 20 verschiedenen Ligen die Roboter gegeneinander antreten ließen.

Weitere Informationen im Internet:

Kontakt:

PD Dr. Sven Wachsmuth, Universität Bielefeld
Zentrallabor des Exzellenzclusters CITEC
Telefon: 0521 106-2937
E-Mail: swachsmu@techfak.uni-bielefeld.de

Florian Lier, Universität Bielefeld
Zentrallabor des Exzellenzclusters CITEC
Telefon: 0521 106-2933
E-Mail: flier@cit-ec.uni-bielefeld.de