Jasmin Bernotat, M.Sc.

CITEC Center of Excellence Cognitive Interaction TechnologyJasmin Bernotat
Forschungsbau
Inspiration 1 / Zehlendorfer Damm 199
33619 Bielefeld

 

 

Raum: 2.219
Telefon: +49 (0)521 106-12114
E-mail: jbernotat'at'cit-ec.uni-bielefeld.de
Sprechzeiten: nach Vereinbarung (via Email)

 

Über mich

Seit September 2015 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Arbeitseinheit „Angewandte Sozialpsychologie und Geschlechterforschung“. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bin ich in den Projekten „Cognitive Service Robotics Apartment as Ambient Host“ (CSRA) und „Experimentalpsychologische Genderforschung” tätig. Meinen Bachelor (2012) sowie meinen Master (2015) absolvierte ich im Fach Psychologie an der Universität Bielefeld. Während meines Masterstudiums war ich als studentische Hilfskraft in der Arbeitseinheit „Language & Cognition“ am CITEC und im Projekt „Soziale Mobilisierungsstrategien im Bereich des Klimaschutzes“ an der Fachhochschule Bielefeld tätig.

 

Mein Promotionsprojekt

Mein Promotionsprojekt stellt eine Schnittstelle zwischen Genderforschung, Psycholinguistik und sozialer Robotik dar. Mittels Eye Tracking, genauer mittels des Visual-World-Paradigmas (Cooper, 1974), untersuche ich, wie Genderstereotype die Sprachverarbeitung beeinflussen. Das Visual-World-Paradigma zeigt auf, dass Menschen Dinge betrachten, die sie hören. Da das, was wir hören bzw. verstehen durch unser allgemeines Weltwissen und unsere Stereotype beeinflusst wird, ist zu erwarten, dass Versuchsteilnehmende einen Mann anschauen, sobald sie ein im Satz genanntes männlich-assoziiertes Adverb hören (z.B. kompetent), bevor im Satz genannt wird, auf wen sich das Adverb bezieht (vgl. Bernotat, Guerra, Bohner, & Eyssel, 2016). Zum einen untersuche ich daher, ob gegenderte Adverbien das Blickverhalten beeinflussen. Zum anderen untersuche ich mittels des Visual-World-Paradigmas, inwiefern Roboter mit einem Geschlecht, genderstereotypen Tätigkeiten und Berufen assoziiert werden und ob gegenüber Robotern die gleichen Genderstereotype aktiviert werden wie gegenüber Menschen.

 

Meine Tätigkeit im „Cognitive Service Robotics as Ambient Host“ (CSRA)

Das CSRA ist ein interdisziplinäres Projekt, in dem Informatiker, Linguisten und Psychologen an der Implementierung eines intelligenten Apartments arbeiten. Ich leite die Evaluation Group, die für die Untersuchung der Nutzerbedürfnisse und -erwartungen zuständig ist. Ich untersuche, wie Menschen intuitiv mit einer intelligenten Umgebung interagieren, welche Kontrollsysteme sie bevorzugen und wie sie diese steuern möchten (z.B. Bernotat et al., 2016). Zudem untersuche ich, wie ein Roboter zu designen ist, der im CSRA eingesetzt werden soll.

 

Forschungsinteressen

  • Einfluss von Geschlechterstereotypen auf die Sprachverarbeitung
  • Einfluss von Nutzereigenschaften und Stereotypen auf HRI im Smart Home Kontext
  • Vertrauen in HRI

 

Awards

ICSR 2017 Best Paper Finalist Award

 

Vorträge auf Einladung

2016: „Neue Blickwinkel auf das ‚Wir‘ und ‚die Anderen‘“ im Rahmen der Seminarreihe Gesundes Leben der Wissenswerkstatt des Impuls-Bildungsforum Bielefeld

 

Lehre

Projektseminar 2016/2017: Eye Tracking Studien zum Einfluss genderstereotyper Sprache auf die Sprachverarbeitung