Austellung Ich digi Du

Public Event
Date: 
06. Oktober 2016 - 31. Januar 2017
Begin time: 
18:00
Room: 
Foyer, CITEC-Gebäude

Die Digitalisierung und ihre Konkretisierung in Robotern bieten ein breites Feld für Phantasie und Projektionen: Einsatzgebiet, Formen und Funktionen entsprechen Wünschen, Zukunftsvorstellungen und sogar Horrorvisionen. Auch ihr Äußeres ist höchst variabel und für viele Gestaltungsmöglichkeiten offen. In reale und soziale Umgebungen eingebettet, entstehen veränderte Begegnungen mit Kultur bzw. kulturellen Codes.

Initiatorin Imke Brumzema hat zum Themenjahr "Körperkultur" diese Fragestellung in die Region gegeben und zusammen mit dem teutolab-robotik der Universität Bielefeld die Ausstellung "Ich digi Du" im Frühjahr 2016 in der Raumstation (ein Projekt des Vereins "Die Gestalten e. V.") realisiert.

 Nun werden erweitert fünf Arbeiten aus den Einreichungen im CITEC-Gebäude der Universität Bielefeld von Oktober 2016 bis Ende Januar 2017 ausgestellt. Künstlerische Arbeiten in Form von Zeichnungen, Illustration, Fotografie, Animation sowie Installation zeigen von historischen Bildern über Bildkontraste bis zu Interaktionsvorstellungen und realen Interaktionen einen weiten Blick auf das Thema Digitalisierung und Robotik. Zur Vernissage am Donnerstag, den 6. Oktober 2016 um 18 Uhr im Foyer des CITEC-Gebäudes der Universität Bielefeld laden wir herzlich ein! Informationen zur Anreise gibt es unter www.cit-ec.de/de/kontakt

Iris Friedrich zeigt in ihrer Arbeit "Netzwerk" Natur als Ausgangspunkt und Forschungsobjekt, die in technische oder kulturelle Produkte übersetzt wird. Besonderheit hierbei ist die Art der Aufnahme sowie die Zusammenstellung von Bildpaaren. Viola Friedrichs fotografische Erzählung gibt einen Einblick in die Arbeitswelt eines geheimen Institutes. Die Grundlage dieser Arbeit ist ein Miniaturbühnenaufbau aus gefundenen Objekten und ausgeschnittenen Figuren. Angelika Högers Maschinen bemühen sich, ihre jeweilige Aufgabe zu lösen – was ihnen mitunter gelingt, aber auch oft scheitert. Ihre Arbeit verweist auf den Eigen-Sinn von Maschinen, die, von den Menschen unbemerkt, ihrerseits den Kontakt suchen könnten. In Maria Kübecks Film braucht der Roboter, selbst in Einzelteile zerlegt, keine Hilfe: Er schafft sich selber, entwickelt sich alleine – und steht am Ende gleichwertig neben dem Kind, Hand in Hand gehen sie zusammen aus der Szene. Antje Löbel illustriert E.T.A. Hoffmanns Geschichte aus dem Jahr 1815, in der sein neues "Perspektiv" den Studenten Nathanael ins Verderben führt. Durch das untaugliche Hilfsmittel, dessen eigentliche Funktion – Einsicht in die Wirklichkeit – fehlt, gewinnt die (Selbst-)Täuschung anstelle des "gesunden Menschenverstandes” Oberhand.