Sprachvergleichende Studie

Sprachvergleichende Studie: Sprachliche Wahrnehmung von räumlichen Ereignissen während Videopräsentation in einer koreanischen, spanischen, englischen und deutschen Umgebung

Worum geht‘s?
Räumliche Ereignisse werden in unterschiedlichen Sprachen unterschiedlich ausgedrückt und kategorisiert, z.B. benutzt das Englische für die sogenannte Support-Relation ON, während wir im Deutschen zwischen AUF und AN unterscheiden und somit die Orientierung (vertikal vs. horizontal) der Relation sprachlich betonen.
Von Interesse in diesem Projekt ist es, ob die Wahrnehmung der Relation von der Sprache beeinflusst wird.
In der Studie sollen Mütter von 14-24 Monate alten Kindern untersucht werden. Von Interesse ist dabei, wie sie räumliche Ereignisse beschreiben, die sie in einer Videopräsentation sehen. Diese Präsentation zeigt, wie Mütter aus anderen Kulturkreisen mit ihren Kindern spielen, räumliche Relationen ausführen und diese sprachlich begleiten. Diese Arbeit findet in Zusammenarbeit mit Prof. Choi (SDSU, USA) statt.

Aufgabe/Fragestellung
Im Rahmen von 2 Masterarbeiten sollen die Daten von 12 deutschsprachigen Müttern, deren Kinder jeweils 14, 18, 21 und 24 Monate alt sind, erhoben werden. Anschließend sollen die Sprachdaten der Mütter analysiert und mit den englischen, koreanischen und spanischen Daten verglichen werden. Hierbei ist die Hypothese, dass die deutschen Mütter auf sprachtypische Aspekte der räumlichen Relationen achten und diese zur Sprache bringen, ohne dass sie von der Verbalisierung der anderen Mutter (aus dem anderen Kulturkreis) beeinflusst werden.

Kontakt
Katharina Rohlfing